Sie sind auf der Flucht, haben Heimat, Familie und Sicherheit zurückgelassen – und trotzdem finden sie den Mut, jeden Tag ein Stück Leben zurückzugewinnen. Zwischen Verlust, Traumata und Unsicherheit entdecken junge Frauen Gemeinschaft, Hoffnung und Würde – und Momente, die ihnen zeigen: Sie sind nicht allein.
Wir halten uns an den Händen und gehen langsam ins Wasser. «Tief einatmen», ermutige ich die junge Frau. Die Wellen sind ruhig, die Sonne brennt, wie jeden Tag. Weiter draussen rufen andere Mädchen: «Komm! Du schaffst das!» Sie lachen, plantschen, halten Wettkämpfe im Luftanhalten ab. Schritt für Schritt gehen wir weiter. Bei jeder Welle hält sie die Luft an. Das letzte Mal war sie im Meer, als sie in einem Gummiboot floh. Heute wagt sie sich zum ersten Mal wieder ins Wasser. Sie erzählt von der eisigen Kälte damals, vom Hunger, von der Angst um ihren kleinen Bruder. Als wir bei den anderen ankommen, wird geklatscht und gejubelt. Sie lässt meine Hand nicht los. «Ich bin stolz auf dich», sage ich – und meine jede der jungen Frauen, die sich trotz Trauma und ungewisser Zukunft dem Leben stellen.
Nach dem Schwimmen sitzen wir im Kreis. Eine der Mädchen zieht die Frage: «Erzähl uns etwas Schönes.» Sie sagt: «Auf der Flucht mussten wir eine Bergkette überqueren. Es war hart. Doch eines Abends sah ich die Sterne – klar, nah, wunderschön. Wie seltsam, dass in solcher Not so viel Schönheit existieren kann.» Ich denke lange über ihre Worte nach. Ich fühle mich geehrt, mit ihnen ein Stück ihres Weges zu gehen.
SEHNSUCHT NACH GEMEINSCHAFT UND ZUGEHÖRIGKEIT
Während in ihrer Heimat Krieg herrscht und Mädchen nicht mehr zur Schule dürfen, versuchen sie hier, trotz Trauer und Angst weiterzugehen. In unserem Programm geben wir jungen geflüchteten Frauen durch Kunst, Aktivitäten und Sport einen sicheren Raum. Ihre Grundbedürfnisse sind oft gedeckt, doch sie sehnen sich nach Gemeinschaft. Viele haben niemanden mehr. Wir versuchen, Freundschaft und ein Stück Familie zu leben – Geburtstage feiern, sie in der Schule oder der Arbeit zu besuchen, ihnen zu zeigen: Du bist nicht allein. Wir sehen dich. Jesus sieht dich.
Ich dachte immer, Gottes Reich komme mit Posaunen und Macht. Doch vielleicht kommt es leise – in kleinen Entscheidungen, treu zu sein, zuzuhören, zu teilen. Die Arbeit mit den jungen Frauen erfüllt mich mit Dankbarkeit. Ich kann ihre Situation nicht völlig ändern, aber ich kann bei ihnen sein und ihnen Würde zusprechen. Dafür schlägt mein Herz.
Eine Story von einer SMG-Mitarbeiterin Simona (Name geändert), sie arbeitet mit geflüchteten Frauen im Mittelmeerraum.
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