Ein Bericht von Andreas Zurbrügg, der bei SAM global arbeitet und verantwortlich ist für die Sahelländer.
Kürzlich war ich in Kamerun und habe unter anderem Daniel und Deborah besucht:
Daniel studiert an der Universität von Maroua Psychologie und Philosophie. Um sich das Studium zu finanzieren, führt er in der der Freizeit einen Copy-Shop. Dank einer minimalen, aber modernen IT-Infrastruktur kann er für Kunden Texte erfassen und Dokumente gestalten. Während er uns das mit dem Kredit finanzierte Kopiergerät erklärt, erscheint ein Kunde. Im Nu wird sein Handy, welches als Datenspeicher dient, per Kabel mit dem Laptop verbunden. Fünf Minuten später zieht der junge Englischlehrer mit zwei Stapeln einwandfrei gedruckten Englischtest von dannen. Dank seinem Ruf als seriöser Händler kann Daniel auch ab und zu einen Laptop oder einen Drucker verkaufen. Da der Shop nicht immer offen ist, hat er auch schon Kunden verloren. Reich werde er nicht dabei, aber er könne für seinen Lebensunterhalt aufkommen.
Deborah ist auch Studentin. Sie liebt schöne Stoffe und ist gut im Verhandeln. Besonders vor den wichtigen christlichen oder muslimischen Feiertagen herrscht bei ihr Hochbetrieb. Dank dem Kredit kann sie in der Stadt die Stoffe en-gros einkaufen. Dann geht sie von Tür zu Tür und preist ihre Ware an. Die meist weiblichen Kundinnen kaufen den Stoff und lassen sich dann bei einer Schneiderin im Quartier ihr Festgewand nähen. Deborah teilt ihren Erlös so ein, wie es in der Gruppe der talentierten Jugendlichen empfohlen wird. 1/3 für die Familie, 1/3 für die eigenen Bedürfnisse (Studium) und 1/3 wird gespart. So sollte sie künftig ohne Kredit zurechtkommen und jemand anderes erhält die Chance, sein Geschäft aufzupeppen.
Im Norden der Stadt hat sich bereits eine neue Gruppe gebildet, und Luc plant, das Modell auch in anderen Städten umzusetzen. Die betreute Kreditvergabe und die Rückzahlung der gesamten Kredite ermutigen mich, die Kirche im Ausbau wirtschaftlicher Aktivitäten weiterhin zu unterstützen.
Diese ist dank Luc möglich, der mit der Leitung unserer Partner in Kamerun an einem Strategietag unserer kurzerhand, das Departement für Entwicklung ins Leben gerufen hat. Luc H, hat schon einiges angerissen und ist motiviert, was wiederum uns als SAM global motivierte mit einen Fond den weiteren Ausbau einkommengenerierender Aktivitäten zu unterstützen. So können jetzt Mitglieder dem lokalen Komitee ihr Projekt unterbreiten und so einen Kredit bekommen, welcher in einem gemeinsam definierten Zeitraum zurückbezahlt werden soll. So wurden in den letzten zwei Jahren beispielsweise eine Hühnerzucht aufgebaut, eine Nähmaschine gekauft, ein Motorradersatzteilhandel aufgebaut oder in einen neuen Schweissposten investiert.
Wenn auch du dich in Entwicklungszusammenarbeit inverstieren willst, oder wie ich solche Projekte besuchen möchtest, als Fachperson, als Unterstützer als Coach, dann melde dich! Ich würde mich freuen.
Eine Story von Sam global
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